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Ehrungen

Auszeichnungen im Katalog festlegen, Regeln hinterlegen und in der Vorschau sehen, wer wann geehrt wird.

Ehrungen sind Anlässe, keine Verwaltungsaufgabe: 25 Jahre im Verein, 40 Jahre am Flügelhorn, zehn Jahre als Kassier. SinfoniaOne beantwortet dafür die Frage, die sonst kurz vor der Jahreshauptversammlung jemand aus dem Gedächtnis beantworten muss – wer ist dran?

Dazu gehören zwei Dinge:

  • Der Katalog – welche Auszeichnungen dein Verein vergibt und ab wie vielen Jahren.
  • Die Vorschau – wer in den nächsten Jahren geehrt werden kann, nach Jahr sortiert.

Der Katalog ist meist schon gefüllt

Steht dein Verein in Österreich, legt SinfoniaOne den Katalog beim Gründen selbst an – mit den Ehrungen deines Blasmusik-Landesverbands und denen des Österreichischen Blasmusikverbandes. Ein niederösterreichischer Verein findet dort die Ehrenmedaillen des NÖBV samt Schwellen (15, 25, 40 Jahre), die Zusatzspangen, die Marketender:innen-Abzeichen und die Förderernadeln.

Welcher Landesverband das ist, entscheidet das Bundesland in den Vereinsstammdaten. Es wird beim Anlegen des Vereins aus der PLZ abgeleitet – und du kannst es jederzeit ändern.

Die PLZ irrt an den Rändern

Der Vorschlag aus der PLZ ist bequem, aber nicht immer richtig: Osttirol hat Kärntner Postleitzahlen, Tirol und Vorarlberg teilen sich den 6er-Bereich, Kittsee und der Bezirk Jennersdorf liegen im Burgenland mitten in fremden Bereichen. Prüf das Bundesland nach der Gründung einmal nach.

Die Vorgaben sind Vorschläge, keine Vorschriften. Du darfst jeden Eintrag umbenennen, seine Schwelle ändern, ihn abschalten oder löschen – es gibt keinen geschützten Eintrag.

Nicht jede Vorgabe hat eine Schwelle

Viele Verbandsehrungen hängen nicht allein an einer Jahreszahl, sondern zusätzlich an einem Urteil („besondere Leistungen“) oder sind nach Amt gestaffelt („10 Jahre Obmann, 15 Jahre sonstige Funktionäre“). Solche Einträge kommen bewusst ohne Regel – die Bedingungen stehen in der Beschreibung, und du trägst die Schwelle selbst nach, wenn du sie für deinen Verein festlegen willst. Lieber eine leere Zeile als eine Einladung zu einer Ehrung, auf die jemand keinen Anspruch hat.

Wer schon einen Katalog hat, behält ihn

Vereine, die ihre Auszeichnungen bereits selbst erfasst hatten, bekommen nichts dazugesetzt – sonst stünden zwei Einträge für dieselbe Sache nebeneinander. Und Vereine außerhalb Österreichs bekommen keine Vorgaben; sie legen ihren Katalog wie unten beschrieben selbst an.

Den Katalog anlegen

Du findest die Liste im Menü unter „Ehrungen“. Jede Auszeichnung, die dein Verein vergibt, bekommt hier einen Eintrag.

Neue Auszeichnung anlegen

Tippe auf „Neue Auszeichnung“ und trage die Bezeichnung ein, zum Beispiel „Ehrennadel in Gold“.

Verleiher wählen

Gib an, wer die Auszeichnung vergibt: Verein, Bezirk oder Verband. Das ist keine Formalie – eine Verbands-Auszeichnung musst du meist Monate vorher beantragen, eine Vereinsnadel liegt in der Lade. Die Vorschau zeigt den Verleiher deshalb an jeder Zeile mit.

Zielgruppe wählen

Unter „Gilt für“ legst du fest, für wen die Auszeichnung gedacht ist: Ordentliche Mitglieder, Förderer oder beide. Danach richtet sich, in welcher Auswahl sie später auftaucht – die Förderernadel steht dann nicht bei den Musiker:innen, und die Ehrenmedaille für 40 Jahre Musikausübung nicht bei den Förderern.

Reihenfolge festlegen

Über die Sortierung bestimmst du, in welcher Reihenfolge die Auszeichnungen erscheinen. Bewährt hat sich Bronze 10, Silber 20, Gold 30 – so bleibt Platz für Zwischenstufen.

Regeln hinterlegen

Unter „Regeln“ legst du fest, wann die Auszeichnung ansteht. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Auch ohne Regel nutzbar

Eine Auszeichnung ohne Regel ist erlaubt – zum Beispiel eine Anerkennung für einen besonderen Einsatz. Du kannst sie ganz normal erfassen, sie taucht nur nicht in der Vorschau auf, weil sich für sie kein Zeitpunkt berechnen lässt.

Regeln: ab wann eine Ehrung ansteht

Eine Regel besteht aus einem Anlass, einer Schwelle und optional einer Wiederholung.

AnlassGerechnet ausTypisch für
Mitgliedsjahreden Mitgliedszeiten„25 Jahre im Verein“
Funktionsjahreden zugewiesenen Funktionen„10 Jahre als Kassier“
Alterdem Geburtsjahr„zum 70. Geburtstag“

Die Wiederholung spart dir mehrere Einträge: „ab 25 Jahren, dann alle 10 Jahre“ ergibt 25, 35, 45 – eine Regel statt drei.

Eine Auszeichnung darf mehrere Regeln haben. „Ehrennadel in Gold ab 40 Mitgliedsjahren oder ab 25 Jahren im Vorstand“ sind zwei Regeln an einem Eintrag.

Funktionsjahre im Detail

Wählst du bei einer Funktions-Regel eine bestimmte Vereinsfunktion, zählen nur die Jahre in diesem Amt. Lässt du das Feld leer, zählen die Jahre in irgendeiner Funktion.

Unterfunktionen zählen mit

Jahre in einer Unterfunktion zählen auf das übergeordnete Amt mit: Wer 15 Jahre „Notenarchivar“ war, hat 15 Jahre „Archivar“ hinter sich. Umgekehrt gilt das nicht – wer allgemein Archivar war, war damit nie speziell der Notenarchivar.

Zwei Ämter gleichzeitig sind eine Dienstzeit

Wer zehn Jahre lang gleichzeitig Kassier und Beirat war, hat zehn Funktionsjahre – nicht zwanzig. Gerechnet wird der Zeitraum, nicht die Anzahl der Ämter.

So wird gerechnet – und warum Pausen zählen

Die Jahre kommen nicht aus „heute minus Eintrittsjahr“. Gerechnet wird aus den Mitgliedszeiten, und das macht bei Unterbrechungen den Unterschied:

Anna ist seit 2000 durchgehend dabei. Bert ist ebenfalls 2000 eingetreten, hat aber von 2013 bis 2015 pausiert.

2025 hat Anna 25 Jahre voll und wird geehrt. Bert hat 23 Jahre – er ist 2027 dran.

Das ist gewollt: Eine Ehrung für 25 Jahre soll für 25 Jahre stehen.

Ohne Mitgliedszeiten wird das Eintrittsjahr genommen

Hast du für ein Mitglied keine Mitgliedszeit erfasst, rechnet SinfoniaOne mit dem Eintrittsjahr aus der Kartei – also ohne Unterbrechungen. Sobald du auch nur einen Zeitraum erfasst, ist dieser maßgeblich. Wer Pausen und Wiedereintritte richtig abgebildet haben will, pflegt sie unter Mitgliedszeiten im Mitglieds-Detail.

Beim Anlass Alter zählt nur das Geburtsjahr, nicht der genaue Tag – wer im Dezember Geburtstag hat, steht schon im Januar auf der Liste. Für die Planung einer Jahreshauptversammlung ist das die richtige Auflösung. Fehlt das Geburtsdatum, greift die Regel für dieses Mitglied gar nicht.

Die Vorschau nutzen

Die Ehrungen-Vorschau erreichst du über das Menü oder über den Knopf „Vorschau“ in der Ehrungen-Liste. Sie zeigt die kommenden Jahre als eigene Blöcke – oben das laufende Jahr.

Über die Umschalter oben wählst du den Zeitraum: 1, 3, 5 oder 10 Jahre. Fünf Jahre decken jede Jahreshauptversammlungs-Planung ab.

Jede Zeile nennt Name, Auszeichnung, Anlass und Verleiher. Ein Tipp auf den Namen führt zum Mitglied.

Jahre ohne Ehrung bleiben stehen

Ein Jahr ohne Einträge verschwindet nicht, sondern zeigt „Keine Ehrungen“. So siehst du auf einen Blick, dass nichts vergessen wurde – die Auskunft „da ist nichts“ ist genauso viel wert wie eine Liste.

Eine Ehrung erfassen

Wurde eine Ehrung tatsächlich verliehen, hältst du sie beim Mitglied fest – dann verschwindet sie aus der Vorschau.

Aus der Vorschau heraus

Tippe in der Vorschau rechts in der Zeile auf den Haken. Das Formular öffnet sich mit Auszeichnung und Schwelle bereits ausgefüllt.

Oder im Mitglieds-Detail

Öffne das Mitglied und tippe im Abschnitt „Ehrungen & Abzeichen“ auf „Neu“.

Eintragen und speichern

Wähle die Auszeichnung aus dem Katalog, trage das Jahr ein und – bei wiederholbaren Ehrungen – unter „Wofür (Jahre)“ die erreichte Schwelle.

Alte Einträge dem Katalog zuordnen

Ehrungen, die du vor dem Anlegen des Katalogs als freien Text erfasst hast, kennt die Vorschau nur, wenn die Bezeichnung genau gleich lautet (Groß- und Kleinschreibung egal). Benenne den Katalog-Eintrag also so, wie ihr die Ehrung bisher geschrieben habt – oder ordne die alten Einträge nachträglich zu. Sonst schlägt die Vorschau eine Ehrung vor, die längst verliehen ist.

Wenn eine Stufe nie vergeben wurde

Nicht jede erreichte Schwelle endet mit einer Urkunde. Wer die Silberne bekommen hat, die Bronzene aber nie – weil es sie damals noch nicht gab, weil der Verein eine Stufe übersprungen hat oder weil die Jahre aus einer anderen Kapelle stammen –, hätte die Bronzene sonst für immer in der Vorschau stehen: erreicht, nie erfasst.

Dafür gibt es das Ausblenden. Tippe in der Vorschau rechts in der Zeile auf das durchgestrichene Auge. Nach einer Rückfrage verschwindet die Zeile aus der Vorschau – und aus der jährlichen Erinnerung.

Ausgeblendet heißt nicht verliehen

Eine ausgeblendete Meldung trägt nichts in die Ehrungen des Mitglieds ein. In der Chronik steht weiterhin nur, was tatsächlich vergeben wurde. Erfinde also nie eine Ehrung, nur damit eine Liste Ruhe gibt – dafür ist das Ausblenden da.

Ausgeblendet wird immer genau eine Stufe: diese Person, diese Auszeichnung, diese Jahreszahl. Bei einer Regel mit Wiederholung („ab 25 Jahren, dann alle 10“) bleiben die späteren Stufen erhalten – wer die überholte 25 stillstellt, steht mit 35 wieder auf der Liste.

Wieder einblenden

Über den Jahres-Umschaltern der Vorschau steht „Ausgeblendete anzeigen“. Damit erscheinen die stillgelegten Zeilen blass und mit dem Hinweis „Ausgeblendet“; das Auge rechts holt sie in die Vorschau zurück.

Wer darf ausblenden?

Dasselbe Recht wie zum Erfassen: Wer eine Ehrung eintragen darf, darf auch entscheiden, dass keine kommt. Zum Wieder-Einblenden braucht es das Recht zum Entfernen von Ehrungen.

Erinnerung an anstehende Ehrungen

Einmal im Jahr meldet SinfoniaOne von selbst, welche Ehrungen im laufenden Jahr anstehen. Die Meldung geht an Schriftführer und Obmann – also an die Ämter, die Auszeichnungen bestellen und verleihen. Hat niemand diese Funktionen zugewiesen, geht sie an alle, die die Mitgliederkartei führen dürfen.

Die Erinnerung kommt einmal pro Jahr, nicht wöchentlich: Eine Ehrung ist ein Anlass, keine Mahnung.

Nur mit Katalog

Ohne angelegte Auszeichnungen mit Regeln verschickt SinfoniaOne keine Erinnerung. Wer die Funktion nicht nutzt, hört auch nichts davon.

Ehrungen für Förderer

Für Förderer kannst du Ehrungen ebenfalls erfassen – und dabei genauso aus dem Katalog wählen. Angeboten wird dort nur, was unter „Gilt für“ auf Förderer oder beide steht.

Sie erscheinen aber nicht in der Vorschau: Für Förderer gibt es keine Mitgliedszeiten und keine Funktionen, aus denen sich eine Fälligkeit berechnen ließe. Ihre Ehrungen bleiben deshalb reine Chronik-Einträge.

Die Verbände ziehen die Grenze unterschiedlich

Manche Ehrungen sind ausdrücklich für beide gedacht – das Musikheim-Verdienstabzeichen des NÖBV zählt Arbeitsstunden und fragt nicht, ob jemand mitspielt. Andere schließen die eigenen Musiker:innen ausdrücklich aus, so die NÖBV-Förderernadel. Die Vorgaben bilden das bereits ab; bei eigenen Einträgen entscheidest du selbst.

Wer darf was?

  • Den Katalog pflegen (Auszeichnungen und Regeln anlegen, ändern, löschen) dürfen im Standard Administrator und Schriftführer. Soll auch der Vorstand ran, gibst du seiner Rolle die Rechte für „Ehrungs-Art“ und „Ehrungs-Regel“.
  • Die Vorschau sehen darf, wer Ehrungen sehen darf. Sie leitet Fälligkeiten unter anderem aus Geburtsjahren ab und ist deshalb nicht für alle Vereinsmitglieder sichtbar.
  • Ehrungen erfassen darf, wer die Mitgliederkartei pflegt.
  • Meldungen ausblenden darf, wer Ehrungen erfassen darf – es ist dieselbe Entscheidung mit dem anderen Ausgang. Wieder einblenden darf, wer Ehrungen entfernen darf.

Mehr dazu unter Rollen & Berechtigungen.

Ehrungen – SinfoniaOne Docs