SinfoniaOne Docs
Notenarchiv

Papiernoten digitalisieren

Gescannte Noten hochladen, automatisch erkennen lassen und mit wenigen Prüfschritten zu einem Stück machen.

Du hast einen Stapel Papiernoten und möchtest sie nicht Stimme für Stimme von Hand anlegen? Mit der automatischen Analyse lädst du einfach die gescannten PDFs hoch – SinfoniaOne schlägt dir Titel, Komponist und die passende Stimme zu jeder Seite vor. Du prüfst nur noch nach und legst das Stück an.

Der Upload wird dabei zu einem Entwurf, und der bleibt liegen: Du kannst mittendrin aufhören und später weitermachen – am nächsten Abend, an einem anderen Gerät. Und du bist nicht allein damit. Jeder im Verein mit den nötigen Rechten (Notenarchivar und Administrator) sieht offene Entwürfe und kann die Zuordnung übernehmen. Wer scannt, muss also nicht auch zuordnen.

Am besten am Computer

Das Hochladen vieler PDFs und das Prüfen geht am Computer am bequemsten. Am Handy funktioniert es ebenfalls.

So läuft die Digitalisierung ab

Analyse starten

Öffne im Menü „Noten", tippe auf „Importieren" und wähle „KI-gestützte Analyse". Lade dort deine gescannten PDFs hoch – auch mehrere auf einmal. Am Computer kannst du sie auch direkt auf das gestrichelte Feld ziehen (siehe Dateien hochladen).

Benenne die Dateien nach der Stimme

Heißt eine Datei „2. Trompete in B.pdf“, ordnet SinfoniaOne alle Seiten daraus dieser Stimme zu — auch die, auf denen oben nichts mehr steht. Das ist die wirksamste Hilfe, die du geben kannst. Eine führende Nummer wie „03“ erkennt SinfoniaOne als Nummer im Satz und verwechselt sie nicht mit der Stimme.

Darunter steht „Gebundene Noten“. Hast du ein Buch aufgeschlagen gescannt — zwei Notenseiten auf einem breiten Blatt —, lässt du es bei „Automatisch“: SinfoniaOne erkennt den Bund und macht daraus zwei Seiten. Für quer gedruckte Marschblätter, die keine Doppelseiten sind, wählst du „Nie trennen“.

Auto-Upload-Start (AutoUploadScreen) mit Auswahl mehrerer gescannter PDF-Dateien

Analyse läuft — du musst nicht warten

SinfoniaOne liest die Seiten nun durch und versucht, Instrument, Stimme, Titel, Komponist, Genre und den Verlag zu erkennen. Dabei misst es auch, wie groß jedes Blatt ist (A4, A3, B4 … oder ein Sonderformat), stellt schiefe Scans gerade und hellt blasse Kopien auf.

Das dauert einen Moment. Du kannst die App in der Zwischenzeit weiter nutzen oder ganz schließen — der Entwurf steht danach unter „Noten“ → „Importieren“ → „Import-Entwürfe“ und wartet auf dich.

Vorschläge prüfen und korrigieren

Jetzt kommt der wichtigste Schritt. SinfoniaOne zeigt dir seine Vorschläge: welche Seite zu welcher Stimme gehört, welcher Titel und Komponist erkannt wurde.

Alles, was du hier tust, ist sofort gespeichert. Es gibt kein „Absenden“ mehr — du kannst jederzeit weggehen und später weitermachen. Arbeitet gerade jemand anderes am selben Stapel, siehst du das oben an den Namen und an den Karten, auf die er schaut. Ihr könnt euch die Arbeit aufteilen: einer die Trompeten, einer die Klarinetten.

Geh das in Ruhe durch:

  • Stimme, Titel, Komponist, Arrangeur und Genre prüfen und bei Bedarf korrigieren.
  • Kauf & Verlag ergänzen: Verlag, Kaufpreis, Kaufdatum, woher ihr es bezogen habt und die Bestellnummer. Den Verlag schlägt SinfoniaOne aus dem Copyright-Vermerk vor. Alles davon ist freiwillig — aber hier kostet es einen Moment, später müsste jemand die Rechnung suchen.
  • „Solo für …" eintragen, falls eine Stimme in diesem Stück solistisch spielt.
  • Seiten den Stimmen zuordnen und per Ziehen in die richtige Reihenfolge bringen.
  • Doppelseiten prüfen: Was aus einem Buch stammt, ist bereits getrennt und mit „linke Hälfte“ bzw. „rechte Hälfte“ beschriftet. Sitzt die Trennlinie schief, öffnest du das Blatt groß und tippst im Bild auf den Bund. Eine übersehene Doppelseite teilst du mit „Doppelseite teilen“, eine falsch getrennte mit „Trennung aufheben“. War die Einstellung beim Hochladen für den ganzen Stapel falsch, markierst du die Seiten (Kästchen oben links an der Karte) und erledigst es unten in einem Zug.
  • ein Cover auswählen.

Viele Seiten auf einmal markieren

Das Kästchen oben links an jeder Karte markiert die Seite. Für eine ganze Strecke musst du nicht jedes einzeln antippen: markiere die erste Seite, halte die Umschalt-Taste (⇧) und klicke auf die letzte — alles dazwischen wird mitmarkiert. Auf dem Handy übernimmt das lange Drücken auf dem Kästchen dieselbe Aufgabe. Schon Markiertes bleibt dabei erhalten, du kannst also mehrere Strecken sammeln.

Unten erledigst du dann für alle Markierten in einem Zug: Stimme zu allen hinzufügen, Stimmen leeren, Doppelseiten teilen oder Trennung aufheben. Bei einer mehrseitigen Klarinettenstimme aus vierzig Blättern sind das zwei Klicks statt vierzig.

Große Ansicht: lesen und gleich zuweisen

Tippe auf eine Seitenvorschau („Zoom“), um das Blatt bildschirmfüllend zu sehen. Dort erledigst du alles, ohne die große Ansicht zu verlassen: Stimme zuweisen (OCR-Vorschläge antippen oder im Suchfeld tippen und den Treffer wählen), zugewiesene Stimmen wieder entfernen, das Cover setzen — und mit den Pfeilen links und rechts zum vorherigen bzw. nächsten Blatt blättern. Beim Blättern startet jedes Blatt mit leerem Suchfeld; am Computer steht der Cursor gleich darin — tippen, Enter übernimmt den ersten Treffer. Solange das Suchfeld leer ist, blätterst du auch mit den Tasten und , Esc schließt die Ansicht.

Prüf-Schritt (AutoUploadVerifyScreen) mit erkannten Stimmen, Seiten-Zuordnung und „PRÜFEN"-Markierungen

Aufgeschlagene Bücher

Ein gebundener Band wird beim Scannen zu einer breiten Doppelseite — und darauf stehen oft zwei verschiedene Stimmen. SinfoniaOne trennt sie schon vor dem Lesen, damit jede Hälfte ihre eigene Kopfzeile bekommt und damit ihre eigene Stimme. Auf dem Handy ist das der Unterschied zwischen lesbar und unlesbar: Ein Querformat-Blatt wird auf dem Bildschirm winzig.

Mehrseitige Stimmen

Geht eine Stimme über mehrere Seiten, steht das Instrument meist nur auf dem ersten Blatt. SinfoniaOne führt die Stimme deshalb weiter: Jedes folgende Blatt ohne eigene Kopfzeile bekommt die Stimme des Blattes davor vorgeschlagen. Stecken in einer Datei mehrere Stimmen, bleibt das ein Vorschlag mit „PRÜFEN“. Und steht auf einem Blatt „1./2. Trompete“, schlägt SinfoniaOne gleich beide Stimmen vor — die Folgeseiten übernehmen sie mit.

Der ganze Stapel zählt

Ein Upload ist ein Stück, und dieselbe Stimme zweimal zu vergeben ist die Ausnahme. Beanspruchen zwei Blätter dieselbe Stimme, behält sie das eindeutigere — das andere rückt auf die nächstliegende. Steht auf einem Blatt nur „Trompete in B“ und ist die erste Trompete durch ein anderes Blatt schon vergeben, bleibt eben die zweite. Lässt sich der Zweifel nicht auflösen, bekommt das Blatt „PRÜFEN“ — statt still auf die erste Stimme zu tippen.

Vorschläge sind nur ein Ausgangspunkt

Die Erkennung arbeitet mit Textmustern und ist auf Blasorchester ausgelegt – sie rät anhand des Gedruckten und liegt nicht immer richtig. Unsichere Stellen sind mit „PRÜFEN" markiert. Kontrolliere jeden Vorschlag, bevor du speicherst – vor allem die Zuordnung der Seiten zu den Stimmen.

Stück anlegen

Bist du zufrieden, tippe auf „Stück anlegen“. SinfoniaOne legt daraus ein Stück an – mit je einem zusammengeführten PDF pro Stimme, im gemessenen Papierformat. Der Entwurf und die hochgeladenen Dateien werden dabei entfernt; ab jetzt findest du das Stück ganz normal in deinem Notenarchiv.

Noch nicht fertig? Dann tippe auf „Später“ — der Entwurf bleibt, wo er ist. „Verwerfen“ löscht ihn samt der hochgeladenen PDFs.

Die Erkennung wird mit der Zeit besser

SinfoniaOne merkt sich deine Korrekturen und erkennt ähnliche Noten beim nächsten Mal zuverlässiger. Je mehr du digitalisierst, desto weniger musst du nachbessern – das geschieht automatisch im Hintergrund. Gelernt wird dabei zuerst für deinen Verein: Wie ihr eure Stimmen benennt, zählt mehr als alles, was anderswo gelernt wurde.

Offene Importe wiederfinden

Alle Entwürfe stehen unter „Noten“ → „Importieren“ → „Import-Entwürfe“. Dort siehst du, wer welchen Stapel angefangen hat und wie viele Seiten darin stecken. Ein Entwurf, den drei Monate lang niemand anfasst, wird samt seiner Dateien automatisch entfernt.

Du wirst vorher erinnert

Ein Entwurf verschwindet nie stillschweigend: Eine Woche vor dem Ablauf bekommen alle, die Entwürfe bearbeiten dürfen (Notenarchivare und Administratoren), eine Benachrichtigung — per Push und E-Mail, abschaltbar unter „Einstellungen“ → „Benachrichtigungen“ → „Noten-Import“. In der Liste steht bei so einem Entwurf dann „läuft in 3 Tagen ab“.

Die Frist zählt ab dem letzten Handgriff: Sobald jemand am Entwurf weiterarbeitet, beginnen die drei Monate von vorn.

Wer Entwürfe sieht

Ein halbfertiger Import ist Arbeitsstand, kein Archivinhalt: Er ist nur für Notenarchivare und Administratoren sichtbar. Weder Mitglieder noch Kapellmeister noch der Vorstand bekommen ihn zu Gesicht — erst das fertige Stück ist für alle da, denen es die Notensichtbarkeit erlaubt.

Papiernoten digitalisieren – SinfoniaOne Docs