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Dateiablage

Als Laufwerk am Rechner

Die Dateiablage im Explorer oder Finder einhängen – was dafür nötig ist und was dabei zu beachten ist.

Du kannst die Dateiablage auf deinem Rechner einhängen, als wäre sie ein Netzlaufwerk. Dann liegen die Vereinsunterlagen im Explorer oder im Finder, und du öffnest eine Rechnung mit einem Doppelklick statt über den Browser.

Was dort erscheint – und was nicht

Im Laufwerk steht genau das, was du auch in der App siehst. Nicht mehr: Ein Ordner, der für dich nicht freigegeben ist, taucht dort ebenso wenig auf wie hier – auch nicht als Name.

Nur lesen, nicht ablegen

Über das Laufwerk kannst du Dateien öffnen und kopieren, aber nicht hineinlegen. Zum Ablegen nimmst du die App. Das ist eine bewusste Entscheidung: Beim Hochladen zählt die App mit, wie viel Platz belegt ist, prüft die Verschlüsselung und zerlegt große Dateien – all das kann ein Laufwerk nicht.

Fotos sind nicht dabei. Die Chronik bleibt in der App; im Laufwerk erscheint sie nicht.

Ein Hilfsprogramm ist nötig

Kein Betriebssystem kann von sich aus mit diesem Speicher sprechen – weder Windows noch macOS noch Linux. Du brauchst deshalb einmal ein kleines, kostenloses Programm namens rclone. Wir liefern die fertige Konfiguration; installieren musst du es selbst.

Einmal einrichten, dann nie wieder

Nach dem ersten Mal startet das Laufwerk mit einem Doppelklick – oder automatisch beim Anmelden, wenn du die Verknüpfung in den Autostart legst.

So richtest du es ein

Öffne Bilder und Dateien → Dateiablage und tippe oben auf Als Laufwerk.

Gib dem Zugang einen Namen, der sagt, für welches Gerät er ist – „Laptop Kassier“, „Büro-PC“. Du siehst später daran, welchen du zurückziehen musst, wenn ein Gerät weggeht.

Die App zeigt dir jetzt einmalig die Zugangsdaten und die Schritte für dein Betriebssystem. Kopiere beides, bevor du die Seite verlässt.

Folge den Schritten: rclone installieren, die Konfigurationsdatei ablegen, den Befehl ausführen.

Die Zugangsdaten gibt es genau einmal

Sie werden nirgends gespeichert – auch nicht bei uns. Ist der Text weg, bevor du ihn abgelegt hast, stellst du einfach einen neuen Zugang aus und ziehst den alten zurück.

Was auf welchem System nötig ist

Zusätzlich zu rclone brauchst du WinFsp von winfsp.dev. Das ist der einzige Schritt, der einmal Administratorrechte verlangt.

Führe den Befehl danach in einer normalen Eingabeaufforderung aus – ausdrücklich nicht als Administrator. Sonst gehört das Laufwerk dem Administratorkonto, und dein eigenes sieht es nicht.

rclone installierst du am einfachsten mit brew install rclone. Lädst du es stattdessen herunter, nimm dafür das Terminal und nicht den Browser – sonst hält Gatekeeper die Datei fest.

Eine Kernel-Erweiterung brauchst du nicht: Der Befehl nutzt rclones eingebauten NFS-Server.

sudo apt install rclone (oder das Paket deiner Distribution), Konfiguration ablegen, Befehl ausführen. Mehr ist es nicht.

Wenn sich etwas ändert

Der Zugang kennt deine Ordner so, wie sie beim Ausstellen waren. Ändert sich daran etwas, reagiert die App:

  • Du verlierst eine Rolle oder ein Ordner wird enger gestellt – der Zugang wird zurückgezogen. Das Laufwerk hört auf zu funktionieren, und das ist der Sinn der Sache: Es soll nichts zeigen, was dir nicht mehr zusteht. Stelle einen neuen aus.
  • Ein Ordner kommt dazu – der Zugang bleibt, zeigt den neuen Ordner aber nicht. Die App sagt dir das; ein neuer Zugang nimmt ihn mit.
  • Du verlässt den Verein – alle deine Zugänge werden sofort geschlossen.
  • Ein Gerät geht verloren – zieh den Zugang in der App zurück. Mehr ist nicht nötig.

Ein Jahr, dann wieder

Ein Zugang gilt ein Jahr. Vierzehn Tage vorher weist die App darauf hin. Das ist kein Schikane, sondern eine Decke: Ein Schlüssel, der auf einem Rechner liegt, soll nicht ewig gelten.

Für jeden Verein ein eigener Zugang

Bist du in zwei Vereinen, brauchst du zwei Zugänge – einen je Verein. Ein Zugang öffnet immer nur die Ablage des Vereins, in dem du ihn ausgestellt hast.

Als Laufwerk am Rechner – SinfoniaOne Docs